Hauptübung 2026 der Feuerwehren in Molln: Realitätsnahe Zusammenarbeit auf höchstem Niveau

Am Nationalfeiertag stand in Molln eine groß angelegte Feuerwehrübung am Programm. Beim landwirtschaftlichen Anwesen „Griesbauer“ in Zimeck wurde ein anspruchsvolles Brandereignis mit mehreren vermissten Personen unter möglichst realistischen Bedingungen beübt. Das Szenario sah einen Brand im Wirtschaftstrakt eines landwirtschaftlichen Objekts mit starker Rauchentwicklung und mehreren eingeschlossenen Personen vor.

Insgesamt waren mehr als 70 Feuerwehrmitglieder der Feuerwehren Molln, Breitenau, Frauenstein und Ramsau im Einsatz. Mit 11 Fahrzeugen wurde die Zusammenarbeit im Gemeindegebiet Molln intensiv trainiert. Ziel der Übung war es, die Menschenrettung unter Atemschutz, die Brandbekämpfung sowie die Wasserversorgung über lange Wegstrecken bei einem größeren Schadensereignis zu beüben.

Besonders gefordert waren die Atemschutztrupps, die mehrere vermisste Personen im stark verrauchten Gebäude suchen und retten mussten. Parallel dazu wurde ein umfassender Löschangriff aufgebaut und die Wasserversorgung über mehrere Entnahmestellen sichergestellt. Die Übung stellte hohe Anforderungen an die Einsatzleitung, die Koordination einer Relais-Leitung zur Wasserversorgung sowie das Zusammenspiel sämtlicher eingesetzter Kräfte.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Einsatz des neuen Wechselladerfahrzeuges der FF Molln. Dabei kam erstmals der neue Abrolltank mit einem Fassungsvermögen von 8.500 Litern im größeren Übungsrahmen zum Einsatz. Durch einen Pendelverkehr wurde die Wasserversorgung eines Falttanks als Puffer am Einsatzort sichergestellt. Gerade in Molln ist die Löschwasserversorgung bei abgelegene Einsatzbereiche eine Herausforderung, der u.a. mit diesem neuen Einsatzmittel begegnet wird. Dieses System aus Taktik und Technik erhöht die Schlagkraft der Feuerwehr insbesondere bei Bränden außerhalb des Hydrantennetzes deutlich – ein Sicherheitsgewinn über die Ortsgrenzen hinaus.

Die realitätsnahe Übung dauerte mehr als drei Stunden und bot allen Beteiligten die Möglichkeit, Abläufe zu überprüfen und wertvolle Erfahrungen für den Ernstfall zu sammeln. Solche Übungen sind ein wesentlicher Bestandteil der Aus- und Weiterbildung und tragen dazu bei, die Sicherheit der Bevölkerung und der Einsatzkräfte nachhaltig zu gewährleisten.

Ein herzlicher Dank gilt der Hausbesitzerfamilie des Anwesens „Griesbauer“, die ihr Objekt für diese umfangreiche Übung zur Verfügung gestellt hat. Ohne die Bereitschaft privater Eigentümer wären derart realistische Ausbildungsszenarien nicht möglich. Die FF Molln bedankt sich außerdem bei allen beteiligten Feuerwehren, dem Roten Kreuz und allen Helferinnen und Helfern für die hervorragende Zusammenarbeit und den professionellen Übungseinsatz. Gemeinsam wurde einmal mehr bewiesen, dass im Ernstfall rasch, koordiniert und schlagkräftig geholfen werden kann.