Kellerbrand in Mehrparteienhaus

Datum: 25. Februar 2020 
Alarmzeit: 6:07 Uhr 
Alarmierungsart: Handy, Pager, Sirene 
Dauer: 1 Stunde 23 Minuten 
Art: Brand Wohnhaus 
Einsatzort: Buseckerstraße, Molln 
Einsatzleiter: HBI Ing. Armin Steiner 
Mannschaftsstärke: 31 FF Molln & 30 weitere Feuerwehren 
Fahrzeuge: KDO, LFB-A2, RLF-A 2.000/200, TLF-A 4.000/200 
Weitere Kräfte: Brandursachenermittler, FF Breitenau, FF Frauenstein, FF Ramsau, Polizei, Rettungsdienst (SEW) 


Einsatzbericht:

Am 25. Februar 2020 um 5:07 Uhr wurde die FF Molln gemeinsam mit den Feuerwehren Breitenau, Ramsau und Frauenstein unter dem Einsatzstichwort „Brand Wohnhaus“ in die Buseckerstraße alarmiert. Seitens Landeswarnzentrale erhielten die Einsatzkräfte die Information, dass das Stiegenhaus des mehrstöckigen Gebäudes stark verraucht sei und daher akute Gefahr für die BewohnerInnen besteht.

Einsatzleiter Pflichtbereichskommandant Armin Steiner nahm die erste Erkundung vor. Durch Öffnen der Fenster im Stiegenhaus und durch Luftzufuhr mittels Hochleistungslüfter konnte die Verrauchung vermindert werden und die MieterInnen das Haus gefahrlos verlassen. Das Rote Kreuz war zur Betreuung der BewohnerInnen, darunter viele Kinder, und zur Absicherung der Einsatzkräfte vor Ort.

Ein Atemschutztrupp kontrollierte umgehend alle Wohnungen um sicher zu gehen, dass alle Personen das Haus verlassen hatten. Zeitgleich wurde ein Kleinbrand im Keller des Hauses entdeckt.

Gefahr ging vom unmittelbar daneben abgestellten Bezinrasenmäher aus. Isolierungen und Kabel in betroffenen Bereich waren stark verschmort und führten neben dem Brandobjekt selbst zur erheblichen Rauchbildung und -ausbreitung. Um einen möglichen Wasserschaden so gering als möglich zu halten wurde der Brand vom Atemschutztrupp mittels tragbarer Kübelspritze abgelöscht und der Bereich gesichert. Benachbarte Kellerräume wurden kontrolliert und belüftet.

Die Polizei traf rasch am Einsatzort ein und übernahm die Brandursachen-Ermittlung sowie die Schadensaufnahme. Nach Freigabe der Exekutive konnten die Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Eine – während des fluchtartigen Verlassens des Gebäudes ins Schloss gefallene – Wohnungstür wurde von der Feuerwehr für die Mieter geöffnet.

Kommandant-Stellvertreter David Sieghartsleitner betreut den kleinen Jason, der mit seinen Eltern das Haus verlassen musste.

Im Einsatz, der um 6:30 Uhr beendet werden konnte, standen 31 Mitglieder der FF Molln und ca. 30 Mitglieder der weiteren Mollner Feuerwehren.

Wichtiger Hinweis in Sinne ihrer eigenen Sicherheit: Brandschutztüren dienen dazu die Ausbreitung von Bränden und vor allem von Rauch und Brandgasen zu verhindern bzw. gering zu halten. Diese sind daher immer geschlossen zu halten.

Beispielfoto

Das „Einkeilen“, „Anbinden“ und Blockieren solcher Türen kann dazu führen, dass ihre MitbewohnerInnen, ihre Familie und Sie selbst auch bei einem Kleinbrand in erhebliche Gefahr (giftige Rauchgase, Brandausbreitung) geraten können.

Presseaussendung der Polizei, 25.2. 2020, 10:58 Uhr

Unbekannter zündete Kinderwagen an Bezirk Kirchdorf Ein bislang unbekannter Täter zündete am 25. Februar 2020 zwischen 4 und 4:30 Uhr im Keller eines Mehrparteienhauses in Molln einen Kinderwagen an. Durch den Brand wurden der Kellerbereich sowie das Stiegenhaus verrußt. Die alarmierten Feuerwehren konnten den Brand rasch löschen. In den Vormittagsstunden wurde die Brandstelle von einem Sachverständigen der Brandverhütungsstelle für Oberösterreich gemeinsam mit dem Bezirksbrandermittler begutachtet. Dabei wurde festgestellt, dass der Kinderwagen vermutlich mit einem Feuerzeug oder einem Zündholz angezündet wurde. https://www.polizei.gv.at/ooe/presse/aussendungen/presse.aspx?prid=6C454B516464397361364D3D&pro=0